



KUNSTRAUM 53, 23. März 2019
Einführung in das Werk von Alice Peragine mit anschließendem Künstler:innengespräch
Im Eröffnungsmonat widmete sich der KUNSTRAUM 53 dem Phänomen des obsoleten Raums und untersuchte die ungeplante Nutzlosigkeit leerstehender Ladenflächen und Bürogebäude im Hildesheimer Stadtraum. Das Programm hinterfragte, wie künstlerische Interventionsformen in diese ungenutzten Räume eingreifen und sie als Orte performativer Potenzialität aktivieren können.
Zur Eröffnung entstanden Performances von Alice Peragine (SIDEWALKS to SUPERIMPOSE) und Rizki Resa Utama / OQ (Hello, what’s your name?). Peragine erforschte performativ die räumlichen Bedingungen des Ausstellens. Durch den Einsatz von Malervlies und Fotohintergrundpapier schuf sie einen prozesshaften Übergang vom öffentlichen Raum in die Galerie, in dem entschleunigte Bewegungen und physische Spuren das Flüchtige mit kontrollierten Rahmenbedingungen verschränkten.
Parallel dazu thematisierte Rizki Resa Utama die Wechselbeziehungen zwischen Raum, menschlichem Verhalten und kultureller Identität. Seine Performance band die Besucher:innen in einen Akt des Kennenlernens ein, um zu untersuchen, wie Gesten und Sprache Momente der Vertrautheit oder Fremdheit steuern.
Alice Peragine (*1986, München) studierte an der HfBK Hamburg und dem San Francisco Art Institute. Rizki Resa Utama (*1982, Bandung, Indonesien) absolvierte sein Diplom an der HBK Braunschweig und war dort Meisterschüler von Candice Breitz.