





Gruppenausstellung
10. Juni – 30. Juni 2017, galerie KUB
Mit Arbeiten von Rheim Alkadhi, Bambitchell, Stephanie Comilang, Simon Faithfull, Gary Kibbins, Marie-Eve Levasseur, Joana Moll & Cédric Parizot, Rabih Mroué, Raqs Media Collective, Chulayarnnon Siriphol und Tobaron Waxman sowie im Rahmen des Photo Walks Investigating Invisible Borders (Leitung: Tamara Stoll und Mo Zaboli) entstandene Fotografien
Kuratiert von Juana Awad, Julia Eckert und Nada Schroer
Display von Paula Gehrmann
Ausstellungsgestaltung von Simone Vollenweider
Das Projekt wurde gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig, das Studentenwerk der Universität Leipzig und den Freundeskreis der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
IM_MOBILITIES vereint Arbeiten aus den Bereichen Medienkunst, Installation, Sound und Fotografie, die in einem Zeitraum von fast drei Jahrzehnten (von 1989 bis 2017) entstanden sind und sich mit den sozialen, politischen, ökonomischen und technologischen Umbrüchen auseinandersetzen, die sich auf globale Mobilitätsdynamiken auswirken und zu denen sich das Subjekt ständig neu in Beziehung setzen muss.
IM_MOBILITIES vereint Arbeiten aus den Bereichen Medienkunst, Installation, Klang und Fotografie, die über einen Zeitraum von fast drei Jahrzehnten (1989–2017) entstanden sind und sich mit den sozialen, politischen, wirtschaftlichen und technologischen Umbrüchen auseinandersetzen, die die globale Mobilitätsdynamik beeinflussen und mit denen sich das Subjekt immer wieder neu auseinandersetzen muss.
Welche Verbindungen, Spannungen und Widersprüche bestehen zwischen Kategorisierungen, Praktiken und Politiken der Mobilität, territorialen Grenzregimen und Vorstellungen von Raum und Identität?
Die einzelnen Positionen werden durch die flexiblen Ausstellungsmodule der Leipziger Künstlerin Paula Gehrmann gerahmt, die an der Schnittstelle von Skulptur und Architektur angesiedelt sind. Ihre variable Konstruktion DISPLAY (2016–17) thematisiert die Ausstellungsarchitektur, indem sie deren Funktion der Informationsstrukturierung und der Lenkung visueller Achsen hinterfragt und gleichzeitig den ständigen Prozess der (Re-)Kontextualisierung hervorhebt, dem Kunstwerke und Räume unterliegen.
Neben den künstlerischen Arbeiten ergänzt eine Materialsammlung die Ausstellung auf drei Ebenen. Die Sammlung umfasst wichtige Dokumente aus dem künstlerischen und kuratorischen Forschungsprozess sowie Dokumentationen vergangener Ausstellungsprojekte, die das komplexe Thema jeweils aus einer spezifischen Perspektive beleuchten. Letztlich untersucht sie, wie Künstler und Kuratoren Mobilität in Ausstellungen und Symposien gestalten und welche Bildsprache und Diskurse dabei entstehen und wie diese die Wahrnehmung des Objekts beeinflussen.
PROGRAMM
Samstag, 03.06. & Sonntag, 04.06.
PHOTO WALK: investigating invisible borders
jeweils 11 Uhr - 16 Uhr
Der "PHOTO WALK: investigating invisible borders" führt die Teilnehmer*innen an den Grenzen der sogenannten “Residenzpflicht” und Wohnsitzverpflichtung Leipzigs entlang, deren juristische Festschreibungen die Bewegungsfreiheit und Wahl des Wohnortes vieler Geflüchteter beschränken. Angeleitet von den Fotograf*innen Tamara Stoll und Mo Zaboli, dokumentieren die Teilnehmer*innen diese unsichtbare Grenze, überschreiten sie und machen sie fotografisch sichtbar. Eine Auswahl der entstandenen Fotodokumentationen wird darauffolgend in die Ausstellung integriert.
Sprachen: Deutsch, Englisch, Arabisch, Persisch
Der PHOTO WALK findet in Kooperation mit dem interaction Leipzig e.V. statt.
Samstag, 10.06.
RUNDGANG DURCH DIE AUSSTELLUNG
mit den Kuratorinnen, 16 Uhr
Donnerstag, 29.06.
KURZFÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG
mit den Kuratorinnen, 17 Uhr
KÜNSTLERINNENGESPRÄCH UND DISKUSSION: "Showing im_mobility - Mobilität(sparadigmen) in künstlerischer und kuratorischer Praxis" mit Rheim Alkadhi und Joana Moll, 18 Uhr
Im Rahmen der Veranstaltung "Showing im_mobility" geben die Künstlerinnen Rheim Alkadhi und Joana Moll Einblicke in ihre künstlerische Praxis. Während Rheim Alkadhis Praxis durch ortsspezifisches Arbeiten und einer damit verbundenen Bewegung durch physische Geografien gekennzeichnet ist, verorten sich Joana Molls Arbeiten im digitalen Raum. Beide beschäftigen sich auf subversive und sehr unterschiedliche Weise mit Grenzen und Grenzkonzepten und wurden in verschiedenen Kontexten öffentlich. Im Gespräch soll u.a. auch die Frage erörtert, wie sich kuratorische Gesten und die Teilnahme an thematischen Gruppenausstellungen auf die 'Bewegung der Bedeutungen' durch Rezeption und Einordnung der künstlerischen Arbeit auswirken.